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| Besuch der Tierrettungsgruppe des Main-Taunus-Kreises |
Dass die Feuerwehren nicht nur zur Brandbekämpfung ausrücken, sondern auch viele weitere vielfältige Aufgaben wahrnehmen, ist mittlerweile hinreichend bekannt. Wie weit diese Aufgabenfelder jedoch gehen oftmals nicht. Zwar kennt jedes Kind die Geschichte der Katze, die von der Feuerwehr von einem Baum gerettet werden muss, doch ist die Art der Hilfeleistung in Bezug auf Tiere aller Art durch die Verschiedenartigkeit der Tierwelt sehr umfangreich und speziell. So hält der Main-Taunus-Kreis ein Speziallistenteam vor, dass im Umgang mit Groß- und Kleinvieh, Vögeln, Reptilien, Amphibien und Insekten jeder Art ausgebildet ist und entsprechendes Equipment einsetzen kann.
Die Tierrettungsgruppe wird bei jeglichen Einsätzen hinzugerufen, bei denen Tiere betroffen oder verletzt sind. Beispielsweise bei Bränden auf Hofgütern oder Gestüten, Verkehrsunfällen bei denen Tiere beteiligt sind, Türöffnungen von Wohnungen in denen Hunde gehalten werden oder auch wenn exotische Tiere wie Schlangen, Spinnen oder Skorpione vermutet oder angetroffen werden. Hier gibt es keine Situation, die undenkbar wäre.
So mussten schon des Öfteren entlaufene Kühe und Rinder eingefangen werden, in Pferdeanhängern verunglückte Pferde oder in Motorräumen gefangene Katzen befreit und erstversorgt werden. Außerdem führen die Kollegen Evakuierungen und daraus folgend die Organisation von Notunterkünften durch, leider auch wenn nötig Tiernottötungen, sofern Verletzungen zu schwerwiegend und irreparabel sind.
Hierfür wird spezielles Verbandsmaterial, ein Transportanhänger, Zäune, Boxen, Netze, Betäubungs- und Beruhigungsmittel für Blasrohre und Betäubungsgewehre, Transport- und Hebegeschirr, ebenso wie umfangreiches Informationsmaterial und auch ein Bolzenschussgerät vorgehalten. Mittlerweile wird die Tierrettungsgruppe auch zu überörtlichen Einsätzen bis hinter Limburg angefordert, um individuelle und fachgerechte Hilfe zu leisten.
Die Gruppe, die sich aus Feuerwehrleuten aus dem gesamten Main-Taunus-Kreis zusammen setzt, wird außerdem von regionalen Veterinären, Zoos und Wildgehegen, Förstern, der Polizeihundestaffel Wiesbaden und diversen Ämtern unterstützt und im Bedarfsfall beraten. Das nebenstehende Foto zeigt den Tierrettungsanhänger mit Equipment, dass uns freundlicherweise von Stefan Kunisch und Patrick Schütz eingehend erläutert wurde. (StA.)
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| Ehrenamt sucht Engagement – Die Feuerwehr dreht einen Werbefilm |
Feuerwehr – für viele Bürgerinnen und Bürger nur ein Wort und eine Selbstverständlichkeit – doch Feuerwehr ist mehr als das...
Feuerwehr bedeutet ein hohes Maß an Engagement mit viel persönlichem Einsatz, Freizeitverlust, Termine, Lehrgänge, Fortbildungen, unterbrochene Nächte, lange Abende, wartende Partner und Freunde, unschöne und belastende Erlebnisse, jedoch auch Ausgleich zum normalen Berufsalltag und Freude, wenn man jemandem helfen oder einfach nur Schaden abwenden konnte.
Dies zu leisten, ein Teil einer starken Gemeinschaft zu sein und sich ehrenamtlich, also ohne finanzielle Interessen zu engagieren, vermag nicht jeder zu leisten. Und doch sind die Feuerwehren auf Menschen, die mehr mit ihrer Freizeit anfangen möchten, angewiesen.
Viele Feuerwehren kämpfen mit Mitgliederschwund, der Druck an den hauptberuflichen Arbeitsstellen der ehrenamtlichen Feuerwehrleute wird größer - die zu leistenden Arbeiten innerhalb der Feuerwehr werden mehr und das Personal wird stärker belastet denn je zu vor.
Um dem entgegenzuwirken, aktive Mitglieder für die Einsatzabteilungen zu werben und damit die Personalstärke zu verbessern, stellte das Organisationsteam „Werbefilm“, das wehrübergreifend unter Federführung von Lukas Lankisch und Stefan Kunisch einberufen wurde, ein Drehbuch auf die Beine, um das „Hobby“ Feuerwehr der breiten Bevölkerung näher zu bringen und zu zeigen, dass es ohne uns nicht geht.
An einem Sonntagabend wurden verschiedene Außenszenen in Kelkheim Münster und Mitte abgedreht, diverse Innenaufnahmen werden folgen. Die gesamten Szenen werden später professionell geschnitten und bearbeitet werden.
Dies machten erst die ca. 80 teilnehmenden Feuerwehrleute und Statisten möglich, die sich trotz starkem Regens nicht den Spaß an diesem ungewöhnlichen „Einsatz“ nehmen ließen.
Der Werbefilm wird mit freundlicher Unterstützung der Stadt Kelkheim im Kelkheimer Kino, im Internet und öffentlichen Veranstaltungen der Feuerwehren zu sehen sein und hoffentlich für Interesse und einige Neueintritte sorgen, um auch weiterhin die Sicherheit der Kelkheimer Bevölkerung sicher stellen zu können. |
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