Fast sah es so aus, als wollte der Regen der Feuerwehr das Löschen abnehmen. Das Löschen der Fackeln vielleicht. Die waren aber anlässlich der „112“ im Kelkheimer Museum eigens angezündet worden, um vor den Reden des Abends noch ein Bild zu machen. Im Museum drängten sich so viele Gäste wie selten: Magistratsmitglieder, Stadtverordnete, Freunde der Wehr und natürlich die Mitglieder der Wehr Mitte. |
Und Frank Füssel, der Wehrführer Mitte, erinnerte sich am anderen Morgen noch: „ Es war eine tolle Feier, die gegen 23 Uhr zu Ende ging.“
Und eben an diesem anderen Morgen stand er mit Sohn Tobias schon wieder auf der Matte, und räumte auf. Tobias nahm gleich mal einen der Waschkrüge, wie man sie vor siebzig Jahren benutzte, in die Hand, um zu „löschen“ (allerdings streng unter Aufsicht, damit es |
Davor waren es lediglich einzelne Großstädte, deren Feuerwehren über die „112“ erreicht werden konnten. Da damals an Tastentelefone noch nicht zu denken war, sondern allein Geräte mit einer Wählscheibe den Stand der Technik darstellten, bot sich die schnell zu wählende Ziffernfolge 1-1-2 als Notrufnummer an, denn wenn’s brennt zählt jede Sekunde.
So haben wir uns entschlossen, eben diese für die Feuerwehr so bedeutungsvolle |
Und es drehte sich hier alles um die Zahl „112“, angereichert mit den vielen Erinnerungsstücken, die teilweise von den Mitgliedern der Jugendwehr getragen wurden: Helme. Zeichen auch dafür, wie sich die Wehren in den letzten Jahrzehnten änderten.
Branddezernent und Magistratsmitglied Thomas Weck: „ Die Ausrüstung der Wehr ist mit der zu Beginn der freiwilligen Wehr Kelkheims nicht mehr zu vergleichen. Von Löscheimern und einer Tragspritze sind alle Wehren schon jahrzehntelang befreit. Der Fuhrpark der Wehr Mitte umfasst sieben Fahrzeuge: von der Drehleiter über den RW 1 bis hin zum MTW insgesamt ein Volumen von
1.250 Millionen Euro zuzüglich aller notwendigen Zusatzgeräte und Maschinen. |
keine Scherben gab). Und da der Krug leer war, wurden auch die Ausstellungstücke nicht durch Wasserschaden entwertet.
Frank Füssel wörtlich, der darauf verwies, dass die Wehr schon im Januar 112 Jahre alt geworden war: „Die üblicherweise für Jubiläen herangezogenen 10er- und 25er Jahre haben wenig Zusammenhang mit der Feuerwehr, deshalb haben wir uns eben für jene 112 entschieden.
Denn hierbei handelt es sich um die 1991 vom Ministerrat der Europäischen Union beschlossene einheitliche Notrufnummer für Feuerwehr und Rettungsdienst.
Bereits in den 70er Jahren war diese Zahlenkombination in Deutschland zur Alarmierung verbindlich festgelegt worden.
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Zahl zu einer Jubiläumszahl zu machen und in diesem Jahr einige Aktivitäten zu diesem Anlass durchzuführen.
Zu diesen Aktivitäten gehört auch diese Ausstellung hier im Museum der Stadt Kelkheim. Wir haben versucht, eine Zeitreise von den Gründertagen bis zum heutigen Tage darzustellen.
Zu diesen Aktivitäten gehört auch diese Ausstellung hier im Museum der Stadt Kelkheim. Wir haben versucht eine Zeitreise von den Gründertagen bis zum heutigen Tage darzustellen.“
Als die freiwillige Feuerwehr gegründet wurde, hatte Kelkheim gerade mal zehn Straßen und etwa 1200 Einwohner.
Da hat sich wohl inzwischen viel geändert. |
Dazu ist es nötig, dass die Gerätewarte und ihre Helfer sehr sorgfältig das Vermögen hegen und pflegen. So ist es nur möglich die Anschaffungen über Jahrzehnte zu nutzen.“ Trotz der Schwierigkeiten, heute Nachwuchs für die Wehren zu bekommen, ist er doch optimistisch, dass auch in Zukunft der Brandschutz in der Stadt durch die Freiwilligen Feuerwehren sichergestellt wird.
Und Dr. Beate Matuschek hatte zu Beginn gesagt: „Und wenn Sie sich fragen, warum die Feuerwehr einen Jahrestag wie das 112. Jubiläum feiert, dann sprechen Sie diesen einfach als ‚eins, eins, zwei‘ aus: Sie stellen fest, es ist der bekannte Notruf.“ |
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